Weblandbuero · SOS

Cybermobbing über Social Media

Beleidigungen, Drohungen, falsche Behauptungen, unerwünschte Kontaktaufnahme, Veröffentlichung privater Inhalte und koordinierte Angriffe können online erheblichen Druck auslösen. Diese Seite hilft dabei, Vorfälle zu ordnen, Beweise zu sichern und geeignete nächste Schritte vorzubereiten.

Akute Gefahr? Bei unmittelbarer Bedrohung oder einem laufenden Notfall direkt die Polizei über 110 verständigen. Bei medizinischen Notfällen, Feuer oder Rettung 112. Diese Internetseite ist keine offizielle Notrufstelle.

TIC

Typische Probleme

  • Beleidigende oder herabwürdigende Videos und Kommentare
  • Nachahmer-Accounts oder falsche Profile
  • Gezielte Erwähnungen, Reaktionen oder Weiterverbreitung
  • Drohungen, Stalking oder koordinierte Angriffe

Erste Schritte

  • Beiträge und Profilnamen dokumentieren
  • Datum, Uhrzeit und sichtbare URL festhalten
  • Inhalte über die Plattform melden
  • Account bei Bedarf blockieren und Privatsphäre prüfen

Facebook

Besonders beachten

  • Beiträge, Kommentare, Gruppen und Messenger-Nachrichten getrennt sichern
  • Profilname und Profil-Link dokumentieren
  • Bei Gruppenangriffen beteiligte Accounts einzeln erfassen
  • Öffentliche und private Inhalte unterscheiden

Schutzmöglichkeiten

  • Kommentarfunktionen und Sichtbarkeit begrenzen
  • Markierungen kontrollieren
  • Nachrichtenanfragen einschränken
  • Problematische Accounts melden und blockieren

Instagram

Dokumentieren

  • Posts, Reels, Storys und Direktnachrichten sichern
  • Benutzernamen exakt notieren
  • Profil- und Beitragslinks kopieren
  • Bei wechselnden Accounts Zusammenhänge chronologisch erfassen

Account schützen

  • Privatsphäre-Einstellungen kontrollieren
  • Erwähnungen und Markierungen einschränken
  • Nachrichtenfilter verwenden
  • Verdächtige oder belästigende Accounts melden

Andere Social-Bereiche

Cybermobbing kann ebenso über Messenger, Videoportale, Foren, Gaming-Plattformen, Community-Seiten, Kommentarbereiche oder kleinere Netzwerke stattfinden. Entscheidend ist weniger die Plattform als eine nachvollziehbare Dokumentation des jeweiligen Vorfalls.

Mögliche Bereiche

  • Messenger und Gruppenchats
  • Video- und Streaming-Plattformen
  • Foren und Community-Portale
  • Gaming- und Sprachchat-Dienste
  • Bewertungs- und Kommentarplattformen

Immer festhalten

  • Plattform und Account
  • Datum und Uhrzeit
  • Wortlaut oder sichtbaren Inhalt
  • Link, Screenshot oder Datei
  • Eigene Reaktion und bereits erfolgte Meldungen

Beweise sichern – möglichst strukturiert

Nicht vorschnell löschen. Zuerst den relevanten Inhalt dokumentieren.
Screenshot erstellen. Wenn möglich mit sichtbarem Accountnamen, Datum und Kontext.
Link sichern. Profil- und Beitrags-URL zusätzlich als Text speichern.
Chronologie führen. Wiederholte Vorfälle in einer einfachen Liste mit Datum und Uhrzeit erfassen.
Originaldateien aufbewahren. Screenshots und Videos nicht unnötig bearbeiten.
Meldungen dokumentieren. Notieren, wann ein Inhalt bei der Plattform oder einer zuständigen Stelle gemeldet wurde.
Bei strafrechtlich relevanten Inhalten, konkreten Drohungen oder beharrlicher Nachstellung können Polizei, Beratungsstellen oder anwaltliche Hilfe sinnvoll sein. Bei akuter Gefahr gilt weiterhin: 110.